Graue Einöde

Gestern bin ich mit dem Fahrrad durch unser Neubaugebiet gefahren. Die meisten der dort neu entstandenen Wohnhäuser haben eine Vorgartengestaltung, die nur aus Steinen bzw. Schotter besteht. Dazwischen stehen dann einige kümmerliche und oft exotische Geünpflanzen. Es ist ein Bild des Jammers. Sicher ist die Pflege einfach. Aber es ist auch eine Katastrophe für die Natur. Der Boden ist versiegelt, den Insekten wird die Nahrungsgrundlage entzogen und die Umwelt verödet.

Warum, so frage ich mich, wird hier nicht mit Hilfe der Bauordnung eine naturnahe Gestaltung der Vorgärten vorgeschrieben? Wenn schon durch die Erschließung eines neuen Baugebietes wertvollster Ackerboden vernichtet wird, warum wird dann nicht wenigstens versucht, den Anteil des Grüns so hoch wie möglich zu halten?

Veröffentlicht am 24.03.2019 8:23 Uhr.