Umweltzerstörung 

Heute sind meine Frau und ich mit unserem Hund in der Nähe des neuen „interkommunalen Gewerbegebietes“ zwischen Limeshain und Hammersbach spazieren gegangen. Die Ausmaße der dort entstehenden Hallen sind beängstigend. Wieder einmal wird wertvoller Ackerboden zugebaut und ist dann für immer und ewig verloren. Das Ganze erfolgt durch die Bensheimer Dietz AG, einem Immobilienunternehmen, das schon an anderen Orten in Hessen durch solche Projekte unrühmlich aufgefallen ist. Wie dort auch, setzen sich auch hier bei uns die maßgeblichen Kommunalpolitiker oft über die Interessen der eigenen Bevölkerung hinweg.

Ausufernde Bodenversiegelung, erhebliche Verkehrsbelastungen und eine deutliche Steigerung des Lärms sind die Folgen dieser Baumaßnahmen. Vorteile? Es werden neue Arbeitsplätze versprochen. Ich befürchte, dass viele davon im Bereich des Niedriglohnsektors entstehen werden. Die Steuereinnahmen werden nicht hier, sondern an anderen Orten in die Gemeindesäckel fließen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Bewohner der betroffenen Gemeinden sich gegen eine weitere Ausweitung des Gewerbegebietes wehren werden. 

Veröffentlicht am 11.03.2019 13:16 Uhr.

8 Prozent?

Die,Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst sind beendet worden. Die Presse berichtet von der stolz geschwellten Brust der Gewerkschaft: 8 % Steigerung habe man erreicht. Vergessen wird dabei, dass dies über einen Zeitraum von 33 Monaten erfolgen soll. Dies relativiert das Ergebnis gewaltig. Bei einer durchschnittlichen Erhöhung von 3,2% pro Jahr und einer Inflationsrate von wahrscheinlich 2% ergibt dies eine effektive Gehaltsverbesserung um etwa 1,2%. Da freut sich der Müllwerker schon auf den zusätzlichen Urlaub, den er sich dann in den kommenden Jahren leisten kann.

Veröffentlicht am 04.03.2019 12:13 Uhr.

Unverantwortlich 

Ich gehöre ja auch zu den Internetbestellern, de sich ihre Pakete dann von DHL, Hermes und wie sie alle heißen bequem ins Haus liefern lassen. Die Boten arbeiten dabei für einen recht geringenmStundenlohn. Unverantwortlich ist es aber, wenn Frauen, die nicht mit übermäßiger,Muskelkraft ausgestattet sind, Pakete mit einem Gewicht von bis zu 31kg durch die Gegend schleppen müssen. Wenn der Transporter dann bis unter das Dach mit Paketen vollgepackt ist, kann man sich leicht ausrechnen, welche Gewichtsumme da am Ende des Tages zusammenkommt. So geht unsere Bequemlichkeit zu Lasten der Postboten.

Veröffentlicht am 28.02.2019 10:36 Uhr.

Respektlos

In Büdingen hat die erste Beigeordnete der Stadt sich dafür ausgesprochen, die Geburtstagsbesuche von städtischen Vertreten bei älteren Bürgern nicht mehr durchzuführen. Als Begründung führt sie an, dass Menschen, die älter als 80 Jahre wären, ja oft nicht mehr mitbekämen, wer sie da besucht.

 

Ich finde, dies ist schlicht eine Unverschämtheit. Der Kommentator des Kreisanzeigers weist mit Recht darauf hin, dass es oft diese Bürger waren, die dafür sorgten, dass die Stadtentwicklung nach dem 2. Weltkrieg einen positiven Verlauf nahm.

 

Ich denke, dass es nun am Bürgermeister und der Stadtverordnetenversammlung ist, sich von dieser Respektlosigkeit zu distanzieren. Die erste Beigeordnete kann ich nur auffordern, ihr Amt niederzulegen. Wer sich so verhält, hat sich als Vertreter der Stadt und ihrer Bürger disqualifiziert.

Veröffentlicht am 23.02.2019 18:51 Uhr.